CREMIGE SELLERIE-GRÜNKERNSUPPE - KALTE LUFT MACHT HUNGRIG



Die knurrenden Mägen von Monsieur und Madam Rote Rübe fordern dringlichst ihr Recht ein. Nach dem Motto "So oft wie möglich raus in die Natur" liegen vierzehntausend Schritte hinter ihnen. Kalorienkiller, Fettverbrenner und Muskelaufbauer, wunderbar verpackt in einem Paket.
Einfach umzusetzen, denn schließlich müssen sie nur aus der Haustür heraustreten, sich einmal um die eigene Achse drehen und überlegen, welche der Hauptrichtungen Norden, Westen, Osten und Süden, sie wohl heute anlockt.

Auf die Himmelsrichtung, die am lautesten geschrieen hat, gehen sie ein, und bald darauf befinden sie sich in einem der Landschaftsbilder wieder, die es hier überreichlich gibt: Tal und Hügel, Wiesen und Felder, Wald und Bachlauf.





Egal, wohin sie sich entscheiden, steile Hügel müssen fortwährend unter Auferbietung aller Beinmuskeln erobert werden. Kein Problem, denn mit Pausen im Sekundentakt kämpfen sie sich voran. In der abwechslungsreichen Landschaft im Kirschenland gibt es alle zehn Meter Neues zu entdecken.

Die kleinen Dinge wollen mit offenen Augen erkundet werden: Rote Hagebutten mit garantierten Vitaminschüben; schwarz-blau herbe Schlehen, die kleine Meisen anlocken; im Gras versteckte weiße Tintenschöpflinge; Eichhörnchen, die hurtig in die Baumwipfel klettern; vom Wind aufgescheuchte letzte Blätter.

Leichte Nebelbänke verschleiern die Sicht auf das landschaftliche Gegenüber, der Herbst verabschiedet sich spürbar und der Winter klopft mit dünnen Knöchelchen an. Die festen gefütterten Schuhe legen Zeugnis dafür ab, wer mag schließlich an den Zehen frieren, und Madam´s gestrickte Mütze wärmt wie eine kleine Bettflasche auf dem Kopf.


Langsam dunkelt es. Der Weg führt durch den Wald hindurch, die Blätter rascheln bei jedem Schritt. Äste knacken, vielleicht Wildschweine, die durch das Unterholz streifen?  Ihre Schritte werden schneller und schneller, Madam Rote Rübe hängt sich bei Hansi ein, es treibt sie nach Hause.

Zwei gute Gründe gibt es, sich auf das warme Heim zu freuen: Ein heißes Süppchen und dazu frisch gebackene Zwiebelschnecken.



Für den besonderen Geschmack in der Suppe verwendet Madam Rote Rübe frisch gemahlenes Grünkernmehl mit nussigem Touch.

Doch was ist Grünkern überhaupt?

Schlaufuchs Wiki teilt mit:
"Grünkern ist das Korn des Dinkels, das halbreif geerntet und unmittelbar darauf künstlich getrocknet wird. Ursprünglich wurde der Dinkel als Reaktion auf Schlechtwetterperioden, welche die Ernte vernichteten, vor der Reife geerntet. Da die getrockneten Kerne − mit Wasser gekocht − wohlschmeckend waren, entwickelte sich die Tradition, einen Teil des Dinkels bereits als grünes Korn zu ernten.
Als Wintergetreide wird der für Grünkern bestimmte Dinkel schon Ende Juli eingebracht und anschließend gedarrt – traditionell über einem Buchenholzfeuer oder modern in Heißluftanlagen. Dadurch wird der Grünkern haltbar gemacht (nur noch ca. 13 % Kornfeuchte) und erhält sein typisches Aroma."



Zutaten für 4 Personen
Sellerie-Grünkernsuppe

400 g Knollensellerie, geschält
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 g Butter
60 g Grünkernmehl
1 l Gemüsebrühe, selbstgemacht
100 ml Schlagsahne
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
Kräutersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 Bund Petersilie

Für die Suppe Knollensellerie schälen, waschen und würfeln. Zwiebel und  Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel- und Knoblauchwürfel hineingeben und kurz andünsten, die Knollenselleriewürfel dazugeben und einige Minuten mitdünsten.

Das Grünkernmehl hineinrühren und die Gemüsebrühe angießen, alles aufkochen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Sahne dazugeben, dann die Suppe pürieren und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Fein geschnittene Petersilie unterrühren, sowie zum Servieren darüber streuen.


Wenn Du eine längere Wanderung vorhast, ist es praktisch für die hungrigen Mäuler gut vorzusorgen.
Kalte Luft macht schließlich hungrig - natürlich ein Süppchen alleine beglückt nicht ganz. Deshalb gibt es beim nächsten Mal das Rezept für die Zwiebelschnecken, denn dann schmeckt es richtig prima und rund.

Liebe Grüße aus dem Westpfälzer Wanderland, Deine





Kommentare:

  1. Liest sich wieder sehr lecker an.
    Ich esse Selleriesuppe sehr gern. Grünkern kenne ich nicht, kann man sicher weglassen.
    LG, Diana

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    1. Liebe Diana,
      das freut mich, mit Sellerie kann man mich auch immer ködern. Der Grünkern gibt zwar den Pep dazu, doch natürlich kannst Du ihn auch beiseite schieben. Sellerie natur oder zwei Kartoffeln mitgekocht, schmecken ebenso vorzüglich.
      Liebe Grüße Sigrid

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  2. Oh lecker, die wird ausprobiert! Und auf die Zwiebelschnecken freu ich mich schon!

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    1. Wie schön, Katrin, vielleicht magst Du mir berichten, wie es Euch geschmeckt hat - wenn Du Zeit dafür findest.
      Liebe Grüße Sigrid

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  3. Liebe Sigrid, das nächste Mal komme ich mit euch und dann deine leckere Suppe, dazu die Zwiebelschnecken mhhhh sieht alles lecker aus ,auf das Rezept freue ich mich. Schöne Herbstfotos :o)Liebe Grüße Anna

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    1. Liebe Anna, das ist Spitze! Vielen Dank. Schöne Wanderungen, wärmendes Essen danach in gemütlicher Runde, dann darf es ruhig Herbst oder Winter sein. Ich werde Dich beim Wort nehmen.
      Liebe Grüße Sigrid

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  4. Liebe Sigrid,
    Deine Herbstbilder sind wunderschön. Die Suppe finde ich auch zu dieser Jahreszeit sehr fein und dann vielleicht noch mit frischem Bärlauch, dass wird die nächste Suppe in dieser Woche sein. Herzlichen Dank für das schöne Rezept und für das Verlinken auf meiner Seite.
    Liebe Grüße
    Ingrid

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    1. Eine wunderbare Idee, liebe Ingrid, heißes Selleriesüppchen mit Bärlauch, das schmeckt bestimmt bärenstark, hmmm.
      Liebe Grüße Sigrid

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Vielen Dank für deinen Besuch!
Wie schön, dass du dir die Zeit genommen hast, bei mir vorbeizuschauen und einige Worte dazulassen.

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